Ein Heizungsersatz kann mehr verändern als die Wärmeversorgung. Bei Familie Friedli in Horgen wurde daraus ein abgestimmtes Energiesystem aus Wärmepumpe, Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladestation. Und dort, wo früher Heizöl lagerte, ist heute Platz für Velos.
Ein Haus. Ein gemeinsames Energiekonzept.
Die bestehende Ölheizung hatte das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Familie nutzte den anstehenden Ersatz, um die Energieversorgung ihres Hauses umfassend zu modernisieren. Das Ziel: eigenen Solarstrom erzeugen und möglichst viel davon für Haushalt, Wärme und Elektroauto nutzen.
Auch der bisherige Tankraum gehörte zur Planung. Nach dem Rückbau der Öltanks sollte ein besser zugänglicher Veloraum entstehen. Dafür wurde der Kellereingang verbreitert.
Die passende Lösung für das bestehende Haus
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Innenaufstellung kam aus Platzgründen nicht infrage. Eine Erdsondenlösung hätte höhere Investitionskosten verursacht und entsprach nicht den Vorstellungen der Bauherrschaft. Die Wahl fiel deshalb auf eine Buderus WLW-186i-10 AR E Luft-Wasser-Wärmepumpe in Aussenaufstellung, ergänzt durch einen 300-Liter-Pufferspeicher und einen 304-Liter-Trinkwarmwasserspeicher.
Auf dem Dach produzieren 28 AIKO Neostar 3S+ Module Solarstrom. Batteriespeicher und Ladestation ergänzen das System: Strom vom eigenen Dach kann direkt im Haus und für das Elektroauto genutzt oder für einen späteren Zeitpunkt gespeichert werden.
Was die Anlage im Alltag leistet
Die Familie hat uns ihre Betriebsdaten zur Verfügung gestellt. Das Monitoring erfasst den Zeitraum vom 11. November 2025 bis 23. September 2026 – einschliesslich des Betriebs mit Elektroauto und Batteriespeicher.


Echte Daten aus Horgen
So wurde der Stromverbrauch gedeckt
11.11.2025–23.09.2026 · Verbrauch: 12’500 kWh
Quelle: Monitoring der Familie Friedli. Alle Werte gerundet.
Von den angezeigten 12,5 MWh Stromverbrauch wurden 26 % direkt aus der Photovoltaikanlage und 23 % über den Speicher gedeckt. Zusammen sind das rund 49 % des Verbrauchs. Die übrigen 51 % kamen aus dem Stromnetz. Der Speicher machte damit einen sichtbaren Anteil der Versorgung aus.
Auch die Verwendung des erzeugten Solarstroms wird im Monitoring sichtbar: 27 % flossen direkt ins Gebäude, 19 % in den Speicher und 54 % ins Netz. Die Darstellung umfasst gerundete Werte und noch kein vollständiges Betriebsjahr.
Solarstrom nutzen – und Überschüsse vergüten lassen
«Gemäss meiner Rechnung haben wir im 2026 bisher fast CHF 900 Rückvergütung erhalten durch die Gemeinde für die Stromeinspeisung.»
Familie Friedli, Horgen
Rückmeldung im September 2026
Die Rückvergütung ergänzt den Nutzen des selbst verwendeten Solarstroms. Die knapp CHF 900 beziehen sich auf die eigene Berechnung der Familie für das laufende Jahr 2026 bis zu ihrer Rückmeldung. Sie sind keine Hochrechnung auf ein ganzes Jahr und keine Aussage über die gesamten eingesparten Energiekosten.
Mehr Platz: vom Ölkeller zum Veloraum
Der Umbau brachte eine Herausforderung mit sich: Genau an der geplanten neuen Türöffnung verlief ein EW-Kabel. Es musste fachgerecht umverlegt und der betroffene Bereich baulich gesichert werden. So konnte der Kellereingang wie vorgesehen vergrössert werden.
Im Zuge der Arbeiten wurde zudem der Stromzähler nach aussen versetzt. Diese ursprünglich nicht vorgesehene Optimierung wurde gemeinsam mit der Familie aufgenommen. Wo früher die Öltanks standen, befindet sich heute ein zusätzlicher Nutzraum für Velos.
Gemeinsam geplant. Im Alltag angekommen.
Wärmepumpe, Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur wurden als Gesamtlösung betrachtet. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Familie Friedli schuf zugleich Raum für sinnvolle Verbesserungen während des Umbaus.
Das Ergebnis lässt sich an zwei Orten ablesen: im Energiemonitoring und im Keller. Das Haus nutzt eigenen Solarstrom für einen Teil seines Bedarfs – und die Familie gewinnt zusätzlichen Platz im Alltag.
Grundlage: Projektunterlagen sowie von Familie Friedli zur Veröffentlichung freigegebene Monitoringdaten und Rückmeldung. Messzeitraum: 11.11.2025–23.09.2026. Prozent- und Energiewerte gemäss gerundeter Monitoringanzeige.






