In vielen Quartieren stehen Heizungsanlagen gleichzeitig vor dem Ersatz. Die Gebäude stammen oft aus derselben Bauperiode und teilen ähnliche Voraussetzungen. Wenn Eigentümer diesen Zeitpunkt gemeinsam nutzen, lassen sich Kosten senken und Abläufe vereinfachen. Dieser Beitrag zeigt, weshalb sich der Blick ins eigene Quartier lohnt und wie ein gemeinsamer Heizungsersatz mit Wärmepumpen in der Praxis funktioniert.
Warum mehrere Häuser im Quartier gleichzeitig vor dem Heizungsersatz stehen
Viele Quartiere teilen dieselben Baujahre und damit denselben Zeitpunkt für den Heizungsersatz. Diese Gemeinsamkeiten sind ein wichtiger Grund für mögliche Synergieeffekte.
Paralleler Lebenszyklus von Heizsystemen
Heizungen besitzen einen technischen Lebenszyklus von rund 15 bis 25 Jahren. Viele Quartiere wurden in einem engen Zeitraum entwickelt und die Heizsysteme gleichzeitig eingebaut. Entsprechend stehen heute mehrere Häuser im selben Strassenabschnitt vor dem Ersatz – und teilen dieselbe Ausgangslage.
Gemeinsame bauliche Voraussetzungen
Gebäude derselben Bauperiode weisen oft identische oder sehr ähnliche Grundrisse auf. Technikräume liegen an vergleichbaren Stellen, Leitungswege ähneln sich und auch die Zugänge für Maschinen unterscheiden sich kaum. Diese Gemeinsamkeiten erleichtern die Planung eines Heizungsersatzes, weil viele Arbeitsschritte mehrfach vorkommen.
Warum Wärmepumpen zur bevorzugten Lösung werden
Wärmepumpen ersetzen fossile Heizungen vollständig, senken den Energieverbrauch und reduzieren CO₂-Emissionen. Sie eignen sich für verschiedene Gebäudetypen und können aussen oder innen aufgestellt oder mit einer Erdsonde kombiniert werden. In vielen Quartieren führt diese Flexibilität dazu, dass Eigentümer zu ähnlichen Lösungen gelangen – und damit ideale Voraussetzungen für gemeinsame Projekte schaffen.
Wie ein ganzes Quartier in Basel von genau diesen Synergie-Effekten profitieren konnte, erfahren Sie im Video.
Praxisbeispiel aus einem Quartier in Basel
In einem Einfamilienhaus-Quartier in der Stadt Basel wurden mehrere Erdsonden nacheinander erstellt und die Wärmepumpen abgestimmt eingebunden. Das Bohrgerät blieb während der gesamten Phase vor Ort, was die Bauzeit verkürzte und den Fixkostenanteil pro Haus deutlich reduzierte. Das Video gibt einen guten Eindruck, wie effizient ein gemeinsamer Heizungsersatz funktionieren kann.
Welche Arbeitsschritte fixe Kosten verursachen
Beim Heizungsersatz fallen bestimmte Schritte immer an – unabhängig vom Gebäude. Diese fixen Elemente bilden die Grundlage für mögliche Einsparungen in Gruppenprojekten.
1. Synergie durch gebündelte Baustelleneinrichtung
Die Baustelle wird einmal eingerichtet und mehrfach genutzt. Maschinen, Container, Lager und Arbeitsflächen können über die gesamte Projektdauer bestehen bleiben – ein Vorteil, der im Einzelprojekt nicht erreichbar ist.
2. Einsparungen bei Erdsonden durch geteilte Mobilisation
Die Mobilisation der Bohranlage verursacht hohe Fixkosten. Wenn mehrere Sonden nacheinander erstellt werden, sinken die Kosten pro Haus deutlich. Dieser Synergieeffekt ist der stärkste Hebel im gemeinsamen Heizungsersatz.
3. Effizienz durch gleichartige Gebäude und Serienabläufe
In vielen Quartieren gleichen sich Leitungswege, Durchbrüche, Anschlussstellen und Fundamentpositionen. Ein Planungsteam kann diese Erkenntnisse mehrfach nutzen. Dadurch entstehen effiziente, schnellere und stabilere Abläufe.
Ein Rechenbeispiel zu den Kosteneinsparungen beim Heizungsersatz durch Wärmepumpen
Für unser Rechenbeispiel gehen wir von einem Projekt aus, welches 10 Häuser aus einer Nachbarschaft beinhaltet, die alle ungefähr dieselben Gegengebenheiten und Zugänglichkeiten vorweisen. Diese erste Kalkulation bezieht sich auf die Basiskosten, welche für alle Technologien gilt, also: innen- und aussenaufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpen wie auch Erdsonden-Wärmepumpen. Bei den Erdsonden-Wärmepumpen kommen noch weitere, sehr bedeutende, Einsparpotenziale hinzu, welche im zweiten Schritt aufgezeigt werden.
Das Einsparpotenzial von ca. CHF 2'500 pro Partei macht doch schon einen beachtlichen Unterschied. Die grossen Synergieeffekte kommen bei der Erdsonden-Wärmepumpe zum Tragen, dies weil bei der Bohrung einiges eingespart werden kann, wenn die Umsetzung zusammen mit den Nachbarn passiert.
Zusätzliche Kostenersparnisse für Erdsonden-Wärmepumpen
Die gesamten Kosteneinsparungen belaufen sich für ein gemeinsames Erdsonden-Wärmepumpenprojekt also auf bis zu 15 % pro Partei, was in etwa einer Ersparnis von CHF 10'000 pro Haus entspricht.
Einzelprojekt und Gruppenprojekt im direkten Vergleich
Mehrere Heizungsersatzprojekte in einem Quartier verändern die Kostenstruktur grundlegend. Viele Schritte fallen nur einmal an und lassen sich auf mehrere Parteien verteilen. Das senkt den Aufwand und bringt eine spürbare Entlastung für alle Beteiligten.
1. Kosten pro Haus im Einzelprojekt
Beim Einzelprojekt tragen Sie alle Fixkosten alleine. Rückbau, Baustelleneinrichtung und Transporte müssen exklusiv für Ihr Haus organisiert werden. Bei Erdsonden kommen Mobilisation und Einrichtung des Bohrgeräts hinzu. Auch Planung, Bewilligungen und Absprachen mit Elektro, Sanitär und Tiefbau werden nur für Ihr Projekt durchgeführt. Die Kosten pro Einheit bleiben hoch, da es keine Wiederholungen und keine Verteilungseffekte gibt.
2. Kostenverteilung im Gruppenprojekt
Im Gruppenprojekt entsteht ein anderes Bild. Die gleichen Schritte fallen zwar weiterhin an, verteilen sich aber auf mehrere Häuser. Einmal eingerichtete Infrastruktur bleibt stehen. Planungspakete lassen sich in Serie bearbeiten. Auch in der Ausführung profitieren alle, weil der Ablauf wiederholt wird und die Handwerker eingespielt sind. Das führt zu weniger Wegzeiten, klaren Schnittstellen und einem deutlich effizienteren Ablauf.
Ein weiterer Vorteil entsteht durch die Zusammenarbeit mit denselben Firmen. Diese kennen die örtlichen Gegebenheiten bereits, haben Erfahrung aus vorangehenden Projekten und können Abläufe schneller erledigen. Für Sie heisst das: weniger Aufwand und geringere Kosten pro Haus.
3. Erweiterte Kosteneffekte durch Einkauf, Wiederholung und Projektleitung
Im Gruppenprojekt werden nicht nur Fixkosten verteilt. Auch Material und Dienstleistungen können günstiger eingekauft werden. Grössere Bestellmengen führen oft zu besseren Konditionen. Der Preis pro Gerät sinkt, gleiches gilt für Zubehör und Installationsmaterial. Dazu kommt der Effekt der Wiederholung:
👷♂️ Serienhafte Planung statt Einzelabklärungen
💻 Einmaliges oder gebündeltes Einreichen von Bewilligungen
📄 Identische Fördergesuche in mehreren Varianten
🕒 Kürzere Arbeitszeiten durch Routine
🚐 Optimierte Wege für die Projektleitung, da mehrere Baustellen gleichzeitig betreut werden
Diese Punkte wirken sich direkt auf Ihr Budget aus – und verstärken den Vorteil zusätzlich.
4. Typischer Einsparungsbereich
Die Einsparung hängt von der Anzahl Häuser, der gewählten Lösung und den örtlichen Bedingungen ab. In vielen Projekten bewegt sie sich im Bereich von 10 bis 15 Prozent pro Haushalt. Bei Erdsondenprojekten können die Effekte stärker ausfallen, weil Mobilisation und Bohrungen ideal auf mehrere Parzellen verteilt werden können.
Weshalb Erfahrung und eingespielte Partner entscheidend sind
Quartier- und Strassenprojekte verlangen mehr Koordination als ein einzelner Heizungsersatz. Solche Projekte funktionieren nur, wenn Abläufe sitzen, Partner zuverlässig sind und ein Team dahintersteht, das diese Form der Umsetzung regelmässig meistert.
Quartierprojekte sind komplex – Routine reduziert Risiken
Wenn mehrere Häuser gleichzeitig umgerüstet werden, steigt die Komplexität: verschiedene Eigentümer, parallele Arbeitsschritte, enge Zeitfenster, viele Schnittstellen. Ohne Routine entstehen Verzögerungen, Mehrkosten oder unnötige Abstimmungen. Erfahrung ist hier der stabilste Faktor, gerade auch weil nebst den vielen Parallelitäten jedes Projekt seine Eigenheiten und individuelle Wünsche der Eigentümerschaft mit sich bringt.
Heizungsmacher: spezialisiert auf Projekte in Strassenzügen und Quartieren
Viele Betriebe installieren Wärmepumpen – doch nur wenige können koordinierte Quartierprojekte sicher planen und durchführen. Wir setzen jedes Jahr zahlreiche Gruppenprojekte um und haben Strukturen aufgebaut, die genau dafür ausgelegt sind. Klare Verantwortlichkeiten, standardisierte Abläufe und eingespielte Kommunikationswege sorgen für Tempo, Sicherheit und letztlich tieferen Kosten.
Verlässliche Partner: dieselben Bohrfirmen, Elektriker und Spezialbetriebe
Unsere Projekte entstehen mit Teams, die seit Jahren zusammenarbeiten. Dazu gehören Bohrunternehmen, Hersteller, Elektriker, Transportfirmen und Spezialhandwerker, die unsere Vorgehensweise kennen. Diese Kontinuität führt zu kurzen Abstimmungswegen, stabilen Entscheidungen und weniger Überraschungen auf der Baustelle.
Warum nicht jeder Installateur solche Projekte stemmen kann
Ein Gruppenprojekt erfordert mehr als nur Fachwissen zur Wärmepumpe. Es braucht Planungskapazität, Erfahrung in der Koordination mehrerer Haushalte, verlässliche Partner und die Fähigkeit, wiederkehrende Abläufe effizient zu bündeln. Viele lokale Installateure sind für Einzelprojekte perfekt – aber nicht für die parallele Umsetzung von vier, sechs oder mehr Häusern.
Genau hier liegt unser Vorteil: Wir haben die Strukturen, das Team und die Routine, um solche Projekte ohne Qualitätseinbussen zu realisieren.
Wiederkehrende Situationen = weniger Überraschungen
Weil wir regelmässig in ähnlichen Quartierstrukturen arbeiten, kennen wir typische Leitungswege, Fundamentpositionen, Installationspunkte oder ideale Bohrstandorte. Diese Erfahrung reduziert Zusatzaufwand und gibt jedem beteiligten Eigentümer mehr Sicherheit über Kosten, Zeitplan und Ablauf.
Ablauf eines gemeinsamen Projekts
Vom ersten Gespräch bis zur Installation: So läuft ein gemeinsamer Heizungsersatz im Quartier Schritt für Schritt ab.
1. Bestandsaufnahme und technische Prüfung
Zu Beginn werden die technischen Voraussetzungen aller beteiligten Häuser geprüft: Platzverhältnisse, Leitungswege, Zugänge für Maschinen und bei Erdsonden die geologischen Bedingungen.
2. Gemeinsamer Projektplan für alle Häuser
Auf dieser Basis entsteht ein abgestimmter Projektplan. Er definiert die Reihenfolge der Häuser und legt fest, wann Rückbau, Bohrungen und Installationen stattfinden. Ziel ist ein durchgehender Ablauf ohne Leerzeiten.
3. Umsetzung im Quartier mit festen Teams
Ein festes Team bleibt während der gesamten Bauphase im Quartier und arbeitet sich strukturiert von Haus zu Haus vor. Dadurch entsteht ein geordneter, zuverlässiger Prozess – für alle Eigentümer nachvollziehbar und planbar.
Fördergelder & steuerliche Vorteile
Fördergelder und steuerliche Abzüge verstärken den finanziellen Vorteil eines Gruppenprojekts zusätzlich. Sie bleiben individuell pro Haus abrufbar und lassen sich mit den Synergieeffekten kombinieren.
Fazit
Ein gemeinsamer Heizungsersatz bietet grosse Vorteile – finanziell, organisatorisch und zeitlich. In Quartieren mit gleichartigen Gebäuden lassen sich feste Kosten teilen, Abläufe bündeln und die Bauzeit verkürzen. Besonders bei Erdsonden ist der Synergieeffekt stark spürbar. Mit eingespielten Abläufen, erfahrenen Partnerfirmen und klaren Strukturen entsteht ein stabiler Projektablauf, der für alle Beteiligten Vorteile bringt. Wer einen Heizungsersatz plant, profitiert davon, frühzeitig das Gespräch im eigenen Quartier zu suchen und eine gemeinsame Lösung zu prüfen.



